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Coronavirus: Übertragung über Fleisch laut BfR “unwahrscheinlich”

Das BfR geht nur von einem minimalen Risiko der Infektion mit dem Coronavirus über Fleisch aus, rät aber zur Vorsicht.

In den vergangenen Wochen kam es in Schlacht- und Zerlegebetrieben zu Corona-Infektionen. Viele beschäftigt die Frage, ob Coronaviren auch über Fleischwaren oder andere Lebensmittel übertragen werden können. Das Bundesinstitut für Risikoforschung (BfR) sagt: “Jein!”. Nach dem derzeitigen Wissensstand sei dies unwahrscheinlich. Theoretisch sei aber eine Verunreinigung von Fleisch oder Fleischwaren mit Coronaviren während der Verarbeitung möglich. Dem BfR seien jedoch bislang keine Infektionen mit dem Coronavirus COVID-19 über den Verzehr von Fleischwaren oder Kontakt mit kontaminierten Fleischprodukten bekannt, so das Institut.

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Fleisch: Schweinepest beschert Verarbeitern Rekordumsatz

Laut Statistischem Bundesamt erzielten die deutschen Schlachterei- und Fleischverarbeitungsbetriebe dank China-Exporten von Fleisch im März einen absoluten Umsatzrekord.

Die 563 Schlachterei- und Fleischverarbeitungsgewerbe mit jeweils 50 oder mehr Beschäftigten erwirtschafteten von Januar bis April 2020 um 14,8 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres – 14,2 Milliarden Euro. Im Vorjahr waren es 12,3 Milliarden Euro. Den absoluten Rekordumsatz erzielte die Branche allerdings im März dieses Jahres: 3,9 Milliarden Euro, der höchste Monatswert seit Bestehen der Erhebung. 

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Sauenhaltung: Bundesrat stimmt für mehr Tierwohl

Die Länder haben für den Umbau der Sauenhaltung gestimmt, das Bundeslandwirtschaftsministerium stellt 300 Millionen Euro zur Verfügung.

Der Bundesrat hat die Novellierung der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung verabschiedet. Die Verordnung sieht nach Vorschlag von Bund und Ländern eine deutliche Verkürzung der zulässigen Fixierungsdauer in der Sauenhaltung vor – statt circa 70 Tage je Produktionszyklus nun nur noch maximal fünf Tage um den Geburtszeitraum. Zudem sichert sie den Sauen nach dem Absetzen bis zur Besamung künftig mehr Platz zu: Statt Kastenstand und Einzelhaltung sind nun Gruppenhaltung und mindestens 5 m² je Sau vorgesehen. Nach einer Übergangszeit von acht Jahren wird im Deckzentrum komplett auf die Kastenstandhaltung verzichtet. Im Abferkelbereich ist nach einer Übergangsfrist von 15 Jahren eine Haltung der Sauen im Kastenstand zum Schutz der Ferkel nur noch von maximal fünf Tagen um den Geburtszeitraum erlaubt.

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Getreide: Bauernverband rechnet mit unterdurchschnittlicher Ernte

Trotz der für Getreide oft schlechten Witterung in den vergangenen Monaten erwartet der Deutsche Bauernverband eine Ernte nur leicht unter dem Durchschnitt.

Der Deutsche Bauernverband (DBV) geht in seiner Prognose von einer Getreideernte in Höhe von rund 43 Millionen Tonnen aus. Damit liegen die Erwartungen leicht unter dem Durchschnitt der Jahre 2015 bis 2019. In den fünf Jahren lag der Durchschnitt bei 44,4 Millionen Tonnen. DBV-Präsident Joachim Rukwied erwartet „große regionale Unterschiede“. Durch die Niederschläge der vergangenen Wochen habe sich insgesamt eine gewisse Entspannung eingestellt, so der Bauernpräsident. Für die Herbstkulturen seien die Sommermonate entscheidend, in denen wir ausreichend Regen brauchen, da es keine Wasserreserven in den Böden gibt. „Auch unsere tierhaltenden Betriebe sind dringend darauf angewiesen, wieder ausreichende Futterreserven aufzubauen.“ 

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EU: Agrarmittel für ostdeutsche Bundesländer sind gesichert

Die ostdeutschen Agrarminister haben durchgesetzt, dass die EU-Förderungen für ihre Bundesländer bestehen bleiben.

Die EU-Mittel für die Landwirtschaft und die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) in den ostdeutschen Bundesländern sollten gemindert werden. Die Landwirtschaftsministerinnen und Landwirtschaftsminister des Bundes und der Länder haben jetzt beschlossen, dass alles so bleibt wie es ist. Sachsens Landwirtschaftsminister Wolfram Günther sieht in dem Beschluss zur Verteilung der Mittel des Europäischen Fonds einen großen Erfolg für Sachsen und die anderen Bundesländer. „Ich freue mich, dass wir ostdeutschen Ressortkolleginnen und -kollegen einen Rückgang der ELER-Mittel verhindern konnten.“ Der Beschluss ermögliche es, die Förderung bis zum Beginn der neuen Förderperiode fortzuführen, so Günther.

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Fleisch: Ministerinnen wollen ganze Branche reformieren

In einem Branchengespräch ging es um die Zukunft der Fleischbranche: Mehr Tierwohl, faire Preise für Fleisch und bessere Arbeitsbedingungen.

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner sowie die Ressort-Kolleginnen Ursula Heinen-Esser und Barbara Otte-Kinast aus Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen hatten zum „Branchengespräch Fleisch“ nach Düsseldorf geladen. Im Mittelpunkt stand die Situation in der Fleischbranche, vor allem vor dem Hintergrund der Corona-Infektionen in Schlachtbetrieben. Geladen waren Vertreter aus Politik, Landwirtschaft, Verarbeitung, Handel sowie Verbrauchervertreter. Dass sich etwas ändern muss, sind sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer laut der Agrarministerinnen einig. Grundlage seien mehr Tierwohl in Ställen, höhere Sozialstandards in Schlachtbetrieben, Preiswahrheit im Handel und verantwortungsvolle Verbraucherinnen und Verbraucher.

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Senkung der Mehrwertsteuer: Was gilt für Hofcafés und Ferienwohnungen?

Ab 1. Juli gilt die Senkung der Mehrwertsteuer. Was Landwirte mit Hofcafés, Direktvermarktung oder Ferienwohnungen beachten müssen.

Teil des Corona-Steuerhilfegesetzes, das am 1. Juli in Kraft tritt, ist die befristete Senkung der Mehrwertsteuer. Es soll dabei helfen von der Pandemie besonders betroffene Branchen, wie die Gastronomie, zu entlasten und die Liquidität zu verbessern. Was gilt für Landwirte mit etwa Hofcafés oder Ferienwohnungen?

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Corona: Meldepflicht von Symptomen bei Haus- und Nutztieren

Tiere mit Corona-Symptomen sollen künftig gemeldet werden. Eine Verpflichtung zum Test ist nicht geplant.

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner hat eine Verordnung auf den Weg gebracht, nach der Corona-Infektionen bei gehaltenen Tieren meldepflichtig werden sollen. In verschiedenen Ländern waren jeweils Einzelfälle von Hauskatzen aus Corona betroffenen Haushalten bekannt geworden, die positiv getestet wurden. Fallberichte gibt es auch für Tiger und Löwen aus einem Zoo in den USA. Weltweit gibt es bislang 15 gemeldete Infektionen bei gehaltenen Tieren.

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Bio-Geflügel: Zulässiges Vitamin-Produkt entwickelt

Ein Forscherteam hat ein Vitamin B2-Produkt auf Hefebasis entwickelt, das auch für Bio-Geflügel zulässig ist.

Im Rahmen eines BÖLN-Projekts wurde ein neues Produkt für eine bedarfsgerechte Versorgung von Bio-Geflügel mit Riboflavin (Vitamin B2) entwickelt. Es basiert auf der Fermentation eines Hefestamms und entspricht damit den Vorgaben des ökologischen Landbaus. Das Ergänzungsmittel ist bereits zugelassen, biozertifiziert und kann als Suspension oder Trockenprodukt bezogen werden. An der Entwicklung waren das Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) und die Agrano GmbH beteiligt.

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Coronakrise: Steuerhilfegesetz erleichtert Verlustrücktrag

Am 1. Juli soll das Zweite Corona-Steuerhilfegesetz in Kraft treten. Der Deutsche Bauernverband begrüßt die Erleichterungen, von denen auch Landwirte profitieren.

Nach den Beschlüssen des Koalitionsausschusses von Anfang Juni berät jetzt der Bundestag über das sogenannte Zweite Steuerhilfegesetz. Es ist Teil des Konjunkturpaketes und soll am 1. Juli in Kraft treten. Ziel ist es, durch die Coronakrise entstandene Verluste von Unternehmen abzufangen. „Die COVID-19-Pandemie stellt eine enorme Herausforderung für Wirtschaft und Gesellschaft dar. Neben den bereits beschlossenen steuerlichen Maßnahmen zur Bewältigung der Krise werden wir mit dem Zweiten Corona-Steuerhilfegesetz zusätzliche Erleichterungen auf den Weg bringen“, sagte die finanzpolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Antje Tillmann.

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