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Milcherzeugung: Kein Ausweg aus der Sackgasse?

Die Erzeugergemeinschaft Milch Board sieht die Milcherzeugung in einer Sackgasse. Verschiedene Faktoren spielen dabei eine Rolle.

Der Milch Marker Index ist von April bis Juli 2020 um einen Punkt auf einen Stand von 114 gestiegen. Das teilt die Erzeugergemeinschaft Milch Board mit. Für das dritte Quartal 2020 wurden Milcherzeugungskosten von 46,95 Cent pro Kilogramm Milch ermittelt. Gegenüber dem Vorquartal gab es auf der Kostenseite einen Anstieg von 0,19 Cent. Allerdings wurden von April bis Juli 2020 die Milchauszahlungspreise von den Molkereien erneut gesenkt. In Folge verschlechterte sich das Verhältnis zwischen den Kosten und Erlösen und damit auch die Wirtschaftlichkeit der Milcherzeugung weiter.

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Emissionen: Lachgas geht in Europa zurück

Während auf anderen Kontinenten die Lachgas-Emissionen steigen, gehen sie in Europa zurück.

Durch düngen gelangt Distickstoffmonoxid (N2O) – auch Lachgas genannt – in die Atmosphäre. Es ist neben CO2 und Methan das drittwichtigste durch menschliche Aktivitäten freigesetzte Treibhausgas. Durch die wachsende Nachfrage nach Lebens- und Futtermitteln könnten die Emissionen global künftig noch zunehmen. Das hat eine in der Zeitschrift Nature publizierte internationale Studie ergeben, an der unter anderem das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) beteiligt war. 

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rukwied
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Rukwied: „Schweinehaltung in größter Krise seit Jahrzehnten“

Bauernpräsident Joachim Rukwied kritisiert die Belastung der Landwirte durch Verordnungen und fordert die Politik auf, zu handeln. 

Der wiedergewählte Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Joachim Rukwied, fand in seiner Grundsatzrede bei der diesjährigen Mitgliederversammlung deutliche Worte: „Die Schweinehaltung befindet sich gerade in der größten Krise seit Jahrzehnten.“ Die coronabedingten Ausfälle bei Schlachtungen seien verheerend, die Afrikanische Schweinepest breite sich immer weiter aus, die Schlacht- und Ferkelpreise seien im freien Fall.

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schweinefleisch
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Zukunftsszenario: Mehr Milch, weniger Schweinefleisch

In einer Projektion hat das Thünen-Institut ein Szenario skizziert, inwiefern sich die deutsche Landwirtschaft bis 2030 verändern wird.

Wie entwickelt sich die Produktion von Schweinefleisch oder Milch in den nächsten zehn Jahren? Mit Blick auf die künftigen Herausforderungen hat der Thünen-Modellverbund eine Projektion erstellt. Sie zeigt, inwiefern sich die deutsche Agrarwirtschaft bis zum Jahr 2030 unter sozialem und wirtschaftlichem Druck verändern wird. „Nicht nur die Corona-Pandemie stellt den deutschen Agrarsektor aktuell vor große Herausforderungen“, sagt Marlen Haß, Agrarökonomin am Thünen-Institut in Braunschweig. „Auch steigende gesellschaftliche Erwartungen bei Tierwohl und Nachhaltigkeit, veränderte Ernährungsgewohnheiten und die Verschärfung von Umweltauflagen führen zu hohen Unsicherheiten. Dazu kommen noch die laufenden Verhandlungen zur EU-Agrarpolitik nach 2020 und der Brexit.“

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grüne woche
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Corona: Internationale Grüne Woche präsentiert sich digitaler

Die kommende Internationale Grüne Woche findet nur für Fachbesucher und mit zahlreichen virtuellen Angeboten statt.

Die Internationale Grüne Woche (IGW) 2021 findet wie gewohnt auf dem Berliner Messegelände statt. Um die weitere Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen allerdings ohne Publikum. Die dieses Mal nur zwei Tage dauernde Messe ist lediglich für Fachbesucher zugänglich.

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naturschutz
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Modellprojekt: Weidetierhaltung und Naturschutz im Einklang

Wie vertragen sich Weidehaltung und Naturschutz? In einem Projekt in Ostfriesland soll das nun herausgefunden werden.

Landwirtschaft und Naturschutz – das ewige Thema. In einem Modellprojekt in Ostfriesland wird jetzt getestet, wie ein Miteinander funktioniert. Das Projekt der Landwirtschaftskammer (LWK) Niedersachsen wird von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) fachlich und finanziell mit 298.000 Euro gefördert. Kooperationspartner sind der Naturschutzbund Niedersachsen und die Ökologische NABU-Station Ostfriesland

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corona
Foto: BMEL/photothek

Corona und ASP: So will Klöckner Schweinehaltern helfen

Bundesministerin Julia Klöckner äußerte sich zu den Herausforderungen der Sauenhalter durch Corona und die Afrikanische Schweinepest.

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) kursiert unter Wildschweinen in Brandenburg. Hausschweinbestände sind zum Glück noch nicht betroffen. Die weitere Ausbreitung von Corona stellt Sauenhalter vor zusätzliche Herausforderungen. Nach wie vor kommt es zu massenhaften Infektionen, zuletzt in zwei Schlachtbetrieben in Niedersachsen.

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Verbot von Verbrennungsmotoren? Hat die Landwirtschaft Alternativen?

Markus Söder hat sich für ein Verbot von Verbrennungsmotoren ab 2035 ausgesprochen. Hat er landwirtschaftliche Nutzfahrzeuge berücksichtigt?

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder hat im September ein Verbot von Verbrennungsmotoren ab 2035 ins Spiel gebracht. Das sei ein gutes Datum, sagte er – nach kalifornischem Vorbild. Er dachte bei seiner Aussage wohl vor allem an den Straßenverkehr. Doch wäre das auch bei landwirtschaftlichen Nutzfahrzeugen möglich? Christian von Stetten (CDU), Vorsitzender des Union-Parlamentskreises Mittelstand, sieht Söders Vorstoß differenziert: „Wir sollten durch kluge politische und wirtschaftliche Anreize die Elektro- und Wasserstofftechnik zur Markspitze führen.“ Zumindest in der Landwirtschaft und auf Baustellen würden Fahrzeuge mit Verbrennern auch nach 2035 zum Einsatz kommen. Über kurz oder lang wird aber der (umwelt)-politische Wunsch nach Alternativen auch die Agrarbranche erreichen.

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afrikanische schweinepest
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Afrikanische Schweinepest: Drei neue Fälle bestätigt

Das Bundeslandwirtschaftsministerium hat in Brandenburg inzwischen 49 Fälle der Afrikanischen Schweinepest bestätigt.

Das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) bestätigte drei weitere Fälle der Afrikanischen Schweinepest bei Wildschweinen in Brandenburg. Das Friedrich-Löffler-Institut (FLI) hat in Proben die Seuche bei den Tieren nachgewiesen. Damit sind nun 49 Fälle bestätigt. Die Fundorte liegen innerhalb des ersten Kerngebiets. Hausschweinbestände sind laut BMEL nach wie vor nicht betroffen.

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Brandenburg: Mehr Geld für Bio-Umstellung

Mit dem Ziel, die Ökofläche in Brandenburg auszuweiten, zahlt das Agrarministerium für bestimmte Kulturen höhere Umstellungsprämien aus. 

Um Ökolandbau auf 20 Prozent der Anbaufläche in Brandenburg bis 2024 zu erreichen, setzt das Agrarministerium weitere Anreize für umstellungswillige Betriebe. Wie das Ministerium mitteilt, werden jetzt die Umstellungsprämien für Gemüse und Dauerkulturen erhöht. Auch die Öko-Kontrollkosten sollen bezuschusst werden „Mit der auf zwei Jahre angelegten Einführungsprämie für Öko-Gemüse und Öko-Dauerkulturen gleichen wir die erhöhten Umstellungskosten aus, da in der Zeit der Umstellung die Ware noch nicht mit höheren Preisen vermarktet werden kann“, so Landwirtschaftsminister Axel Minister Vogel.

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