getreidefeld und regenwolken
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Das Bundeslandwirtschaftsministerium legte den Erntebericht 2023 vor. Während der Winter zu trocken war, litt die Qualität des Getreides durch lange Regenperioden im Frühjahr.
  • BMEL legt Erntebericht 2023 vor
  • Geringe Planungssicherheit für Landwirte wegen Wetterkapriolen
  • Getreide leidet unter viel Regen
  • Download Erntebericht 2023

Der Erntebericht 2023 zeigt, dass Landwirte aufgrund der Folgen des Klimawandels immer weniger Planungssicherheit haben. Vor allem sich teils stark ändernde Witterungen machen Ernten je nach Region zunehmend ungewiss. Das zeigt das erste vorläufige Ergebnis des amtlichen Ernteberichts 2023 des Bundeslandwirtschaftsministeriums (BMEL).

Viel Regen, Winter zu mild

Zahlreiche Wetterkapriolen haben die Landwirte regional sehr unterschiedlich beschäftigt. Auf einen insgesamt regenreichen Herbst 2022 folgte ein ungewöhnlich milder Winter, der Frühling 2023 startete zunächst regenreich und nahm ein trockenes Ende, es folgte ein sehr trockener und dann wiederum sehr regnerischer Sommer.

Getreide: Vor allem die Qualität leidet

Beim Getreide (ohne Körnermais) wurde 2023 insgesamt nur leicht unterdurchschnittlich viel geerntet: Die Ernte bleibt hier mit erwarteten 38 Millionen Tonnen um etwa vier Prozent unter dem Vorjahres- und um etwa 2,1 Prozent unter dem Fünfjahresmittelwert zurück. Einschließlich Körnermais beträgt die Erntemenge 42,2 Millionen Tonnen. Wo es starke Niederschläge zur Erntezeit gab, litt vor allem beim Weizen die Qualität. Darauf weisen die bisherigen Erhebungen hin.

Um Landwirten mehr Planungssicherheit zu geben, forderte die Thüringische Landwirtschaftsministerin Susanna Karawanskij eine staatliche Förderung für Ernteversicherungen im Getreidebereich. Bislang wird in einigen Bundesländern nur die Absicherung von Obst und Wein subventioniert.

Der komplette Erntebericht kann auf der Internetseite des BMEL heruntergeladen werden.