Brandursache: Photovoltaikanlage

Brennende Photovoltaikanlagen sind selten, führen aber in der Regel zum Totalschaden. Besonders gefährdet sind Anlagen in der Landwirtschaft.

Vergleicht man die Milchpreise der vergangen Jahre stellt man zwar fest, dass diese sich momentan wieder etwas positiv für die Landwirte entwickeln, aber dennoch mit den Preisen der letzten Jahre nicht mithalten können. Photovoltaikanlagen als neue und zusätzliche Einnahmequellen kommen den Landwirten da natürlich gerade recht.

Die vielen und großen Dachflächen auf Scheunen und Ställen bieten sich natürlich an und so wurde seit dem Photovoltaik-Boom 2004 eine nicht zu unterschätzende Anzahl solcher Anlagen auf den Höfen installiert.

Doch diese Anlagen haben nicht nur Vorteile, vor allem in der Landwirtschaft. Leicht entflammbare Gebäude, mangelhafte Wartung oder unzureichende Erdung sind nur eine kleine Auswahl an Gründen, weshalb die meisten Brände an PV-Anlagen in der Landwirtschaft auftreten.

Und genau diese Schäden führen in den meisten Fällen zu einem Totalschaden, der natürlich mit enormen Kosten verbunden ist.

Auf einem bayrischen Hof brannte eine solche Photovoltaik-Anlage komplett ab und mit ihr der gesamte Stall, auf dem diese angebracht war. Außer den Grundmauern blieb vom Stall nichts übrig, auch nicht eins der 1.000 Masttiere, die darin gehalten wurden. Der Schaden belief sich auf gut 450.000 €.

Doch wie kann man solchen Schäden vorbeugen? Eine einhundertprozentige Prävention gibt es, wie bei allen elektrischen Anlagen, natürlich nicht. Mit einigen Maßnahmen und Tipps lässt sich jedoch das Risiko verringern:

  • PV-Anlagen sollten nur von Profis installiert werden, gerade da in vielen landwirtschaftlichen Gebäuden keine bestehenden Elektroinstallationen vorhanden sind. Demnach fehlen in der Regel auch Fundamenterder. Das sind elektrisch gut leitende Verbindungen zum Erdreich und andere Erdungseinrichtungen, über die in einem Fehlerfall hohe Ströme abfließen können.
  • Unbedingt auf lose Kabel achten und ggf. vom Fachmann beheben lassen. Lose Kabel könnten zum Beispiel einen Kurzschluss und somit auch einen Brand auslösen. Zudem locken sie Marder an.
  • Auf die Materialqualität achten! Es sollten nur solche Kabel und Stecker gewählt werden, denen Ozon, UV-Strahlung, also witterungsbedingte Einflüsse nichts anhaben können. Hier lieber ein paar Cent mehr ausgeben, als an der Qualität sparen!
  • Wechselrichter müssen unbedingt vor Dreck, Staub und Feuchtigkeit geschützt werden, vor allem wenn sie in staubbelasteten Ställen oder Scheunen montiert sind, wo zudem feuergefährliches Material wie Heu und Stroh lagert.
  • Wechselrichter sollten lieber nicht vom Landwirt selbst gereinigt werden, da sie unter gefährlicher Spannung stehen.
  • Achten Sie auf regelmäßige Wartung!

(Informationsquelle: www.photovoltaik.eu)

In den modernen gvf-Produkten können Sie solche Risiken absichern. So kann zum Beispiel eine Photovoltaikversicherung abgeschlossen werden.
Neben dem Versicherungsschutz für die Montagephase, kann hier auch die Anlage an sich abgesichert werden. Auch der Ertragsausfall durch einen versicherten Sachschaden an der Anlage kann eingeschlossen werden. Eine Photovoltaikversicherung sichert neben der Gefahr Brand auch viele weitere Gefahren wie z.B. Blitzschlag, Wasser, Feuchtigkeit und Sturm ab.

Wenn auch Sie Interesse an einer Absicherung Ihrer Anlage haben, kontaktieren Sie uns. Gern erstellen wir Ihnen ein individuelles Angebot.