Archiv der Kategorie: Neuigkeiten

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Fleischproduktion: Schadet Verbot von Werkverträgen der Tierhaltung?

Nach den Corona-Infektionen in Schlachtbetrieben will Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) Werkverträge in der Fleischproduktion verbieten. Das könnte ein Nachteil für die heimische Tierhaltung sein.

Nachdem es in mehreren Schlachtbetrieben zu konzentrierten Infektionen mit dem Coronavirus COVID-19 gekommen war, hat die Bundesregierung gehandelt. Um enge Unterkünfte und oft schwierige Arbeitsbedingungen zu vermeiden, will sie Werkverträge und Arbeitnehmerüberlassungen in der Fleischindustrie ab Januar 2021 verbieten. Das hätte Mehrkosten für Betriebe der Fleischproduktion zur Folge. Politiker und Verbände kritisieren das Vorhaben. 

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Erntehelfer: Begrenzte Einreise verlängert

Die Bundesregierung hat die Einreise für Erntehelfer verlängert. Die Vorschriften zur Eindämmung des Coronavirus gelten weiterhin.

Die Bundesregierung hat die Einreise ausländischer Erntehelfer verlängert – nachwievor begrenzt und unter strengen Auflagen. Das teilen das Bundesinnenministerium und das Bundeslandwirtschaftsministerium mit. Die bestehende Regelung wird vorerst bis zum 15. Juni verlängert.

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Ferkelkastration: BZL bietet Webinare an

Anstatt der ursprünglich geplanten Informationsveranstaltungen über Alternativen zur betäubungslosen Ferkelkastration können sich Schweinehalter in Webinaren informieren.

Das Bundesinformationszentrum Landwirtschaft (BZL) hatte Seminare zum Thema „Alternativen zur betäubungslosen Ferkelkastration“ geplant. Coronabedingt finden nun über 40 regionale Webinare anstelle der ursprünglich geplanten bundesweiten Informationsveranstaltungen statt.

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Klöckner: Landwirtschaft bleibt systemrelevant

Bundesministerin Julia Klöckner rechnet damit, dass aufgrund der Coronakrise die Landwirtschaft auch in Zukunft einen höheren gesellschaftlichen Stellenwert einnehmen wird.

Über systemrelevante Berufe wurde vor der Coronakrise nicht gesprochen. Vielen war „Systemrelevanz“ gar kein Begriff. Darunter versteht man Berufe oder Branchen, die für die Aufrechterhaltung der Volkswirtschaft oder die Infrastruktur eines Staates wichtig sind. Lebensmittel sind natürlich überlebensnotwendig. Deshalb wurde die Landwirtschaft als systemrelevant eingestuft. Wie Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner in einem Gastbeitrag in der „Deutschen Bauern Korrespondenz“ versprach, wird die Landwirtschaft auch nach der Corona-Pandemie systemrelevant bleiben.

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Coronavirus: Habeck fordert Mindestpreis für Fleisch

Unter anderem Mindestpreis auf Fleisch: Die Grünen legen einen 7-Punkte-Plan zur Reform der Fleischindustrie vor. Auslöser der Debatte ist die Verbreitung des Coronavirus in mehreren Schlachthöfen.

Vor dem Hintergrund der Ansteckung zahlreicher Schlachthof-Arbeiter mit dem Coronavirus fordern die Grünen eine grundsätzliche Reform der Fleischwirtschaft. Das berichtet welt.de. Aus einem Sieben-Punkte-Plan, der den Zeitungen der Funke-Mediengruppe vorliegt, gehe hervor, dass die Partei unter anderem einen Mindestpreis für Tierprodukte und eine Ausweitung der staatlichen Kontrollen fordert. Des Weiteren ist von einem Verbot von Werkverträgen die Rede.

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Studie: Bald 14.000 Wölfe in Deutschland?

DBV-Generalsekretär Bernhard Krüsken kritisiert eine neue Studie zur Ausbreitung der Wölfe. Er sieht „die Weidetierhaltung zur Wolfsfütterung degradiert”.

Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) hat eine Studie vorgelegt, in der geeignete Lebensräume für Wölfe aufgezeigt werden. Der Generalsekretär des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Bernhard Krüsken, kritisiert die Studie mit dem Titel „Habitatmodellierung und Abschätzung der potenziellen Anzahl von Wolfsterritorien in Deutschland“ scharf. Der Verband vermisst in dem Papier Stellungnahmen zum Herdenschutz und zur Akzeptanz von Wölfen in der Bevölkerung.

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Düngeverordnung: Landwirte können Nitratmessstellen online melden

Die Düngeverordnung wirft Fragen auf. In Rheinland-Pfalz können Landwirte über ein Onlineportal Anmerkungen zu Nitratmessstellen machen und Fragen stellen.

Die Düngeverordnung wirft bei Landwirten viele Fragen auf. Das Umweltministerium Rheinland-Pfalz hat ein Projekt gestartet, das Vorbild für ganz Deutschland sein könnte. Es bietet Landwirten die Möglichkeit, über ein Onlineportal Hinweise zu Nitratmessstellen zu geben. Unterstützt wird das Projekt vom Landesamt für Umwelt und dem Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum Rheinhessen-Nahe-Hunsrück. Ziel ist, mehr Transparenz in das Messnetz zu bringen. „Wir nehmen sowohl den Wasserschutz als auch die Sorgen der Landwirte ernst. Deshalb haben wir ein Nitrat-Meldeportal eingerichtet”, sagten Umweltministerin Ulrike Höfken und Landwirtschaftsminister Volker Wissing. „Hier können Bäuerinnen und Bauern Fragen zu Messstellen in den sogenannten nitratgefährdeten Gebieten im Grundwassermessnetz stellen und Anmerkungen machen.” Die Informationen werden im Online-Portal fragen-zu-nitratmessungen.rlp.de veröffentlicht. Standortfragen zu Messstellen würden damit transparent erläutert, erklärten die Minister.

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Coronavirus in Schlachthöfen: Versorgung muss gesichert sein

In mehreren Schlachtbetrieben haben sich Mitarbeiter mit dem Coronavirus COVID-19 infiziert. Nach der Schließung des Westfleisch-Standortes fordern Politiker schärfere Kontrollen.

In mehreren fleischverarbeitenden Betrieben in Schleswig-Holstein, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Baden-Württemberg haben sich Mitarbeiter mit dem Coronavirus COVID-19 infiziert. Während zwei infizierte Angestellte von Schlachtbetrieben im Emsland in Privatwohnungen leben, kritisieren Politiker in Zusammenhang mit den hunderten erkrankten Mitarbeitern von Westfleisch in Coesfeld die Sammelunterkünfte. In diesen leben vorwiegend osteuropäische Arbeiter.

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Coronavirus: So viele Betriebe brauchen Betriebs- und Haushaltshilfen

Versicherte der SVLFG können im Fall einer Erkrankung am Coronavirus Antrag auf Betriebs- und Haushaltshilfe stellen. Die Sozialversicherung hat die Anzahl der Anträge bekanntgegeben. 

Der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) lagen Anfang Mai 48 Anträge auf Betriebs- und Haushaltshilfe wegen einer Coronavirus-Erkrankung vor. Das berichtet das Informationszentrum Proplanta unter Berufung auf den Versicherungsträger. 

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Demos: Milchviehhalter gegen Milchüberschüsse

In mehreren Städten demonstrieren Milchviehhalter gegen die Private Lagerhaltung, um die Milcherzeuger in der Wertschöpfungskette zu festigen. Bei den Demos werden die Corona-Vorgaben beachtet.

Die milchwirtschaftliche Marktlage spitzt sich wöchentlich zu. Die Prognosen von Marktexperten und auch die Börsenmilchwerte lassen eine weitere Verschlechterung der Milchmarktsituation erwarten. Die EU-Kommission reagiert auf Druck der Milchindustrie und der Bundesregierung mit der Öffnung der Privaten Lagerhaltung. Der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter (BDM) kritisiert, dass die Bundesregierung gleichzeitig nach wie vor Vertrauen in die „Selbstheilungskräfte der Märkte durch Molkerei(Insel-)lösungen” hat. Auf BDM-Initiative machen Milchviehhalter mit mehreren Demos auf ihre Situation aufmerksam.

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