ein landwirt steht vor seinem überfluteten feld
Foto: Budimir Jevtic/Adobe Stock (Symbolbild)

Hochwasser: Auswirkungen auf Ackerbau und Wildtiere

Vor allem Winterkulturen sind vom aktuellen Hochwasser betroffen. Während Experten über Auswirkungen auf Nutztiere derzeit keine Erkenntnisse haben, sollte auf Wildtiere acht gegeben werden.
  • Starke und andauernde Regenfälle führen in vielen Regionen zu Überschwemmungen
  • Vom Hochwasser betroffene Ackerkulturen
  • Auswirkungen auf Wildpopulation

Die derzeitigen starken Regenfälle und die daraus folgenden Überschwemmungen haben auch erhebliche Auswirkungen auf die Landwirtschaft. Das teilt das niedersächsische Landwirtschaftsministerium mit.

Winterkulturen besonders betroffen

Besonders problematisch ist das Hochwasser laut Ministerium für Ackerbaubetriebe auf Standorten mit schwereren, ohnehin zu Staunässe neigenden Bodenverhältnissen. Betroffen sind demnach insbesondere Winterkulturen wie Winterweizen und Wintergerste, teilweise auch Winterraps. Durch die Staunässe kommt es zu Sauerstoffmangel. Dadurch können die Pflanzen nur wenig Nährstoffe aufnehmen. Eine länger anhaltende Überstauung kann zu erheblichen Ertragseinbußen führen. Die Größenordnungen für die Auswirkungen der aktuellen Situation kann das Ministerium bis zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht einschätzen. Eine Bezifferung ist erst möglich, wenn das Wasser auf den Feldern zurückgeht und nachdem sich die Pflanzen im Frühjahr regeneriert haben. Dem aktuellen Stand zufolge gehen Experten aber davon aus, dass für Feldfrüchte und Gras von den derzeitigen Überflutungen geringe Risiken ausgehen.

Hochwasser Problem für Wildtiere

Über zu Schaden gekommene landwirtschaftliche Nutztiere liegen dem Ministerium derzeit keine Informationen vor. Allerdings habe das Hochwasser in den betroffenen Regionen auf die Wildpopulation erhebliche Einflüsse, heißt es aus Hannover. Die im Winter notwendigen Rückzugsbereiche werden knapper, die Tiere finden auch weniger Nahrung. Das Landwirtschaftsministerium Niedersachsen bittet deshalb Jäger und die Bevölkerung um Rücksicht. Aufgrund einer sogenannten „Notzeit“ ist das Jagen in den betroffenen niedersächsischen Regionen verboten.