körnererbse
Foto: UFOP/Daniel Schneider

Körnererbse: Eiweißpflanze mit Potential

Marktführer ist derzeit Frankreich, die UFOP sieht im Anbau der Körnererbse aber auch für Deutschland ein großes Potenzial.

Sie war lange Zeit in Vergessenheit geraten: Die Körnererbse. Sie wird in Deutschland derzeit auf 80.000 Hektar Ackerfläche angebaut. Die Union zur Förderung von Oel​- und Proteinpflanzen (UFOP) sieht noch mehr Potenzial in der Pflanze, die zu den Körnerleguminosen gehört – gerade vor dem Hintergrund des veganen Trends. Produkte und Gerichte aus Körnererbsen, wie Erbsenmilch oder Erbsenburger, seien gefragt. Der Markt könne aber noch nicht durch heimischen Anbau gedeckt werden, so die UFOP.

Frankreich ist führend

Noch stammt das Erbsenprotein in den neuen Trendprodukten überwiegend aus französischer Produktion. Bei der UFOP ist man sich aber sicher, dass nicht nur der Anbau der Erbsen nachhaltig ist, sondern auch die Entwicklung der Nachfrage nach pflanzlichem Eiweiß. Das werde zu Investitionen in Verarbeitungskapazitäten auch in Deutschland führen, so der Verband.

Protein der Körnererbse bietet Ballaststoffe

Das Erbsenprotein etwa verfügt über eine günstige Aminosäurenzusammensetzung und besitzt eine gute Löslichkeit, Verdaulichkeit sowie Verträglichkeit. Mit bis zu 86 Prozent Proteingehalt im Isolat eignet es sich als pflanzlicher Ersatz zum Beispiel zu Milcheiweiß – eine heimische Alternative zu Sojamilch. Mit den Fasern der Körnererbse kann eine Vielzahl von Lebensmitteln mit Ballaststoffen angereichert werden.