naturgefahren
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Nach dem Vorbild des Energieausweises soll ein Naturgefahrenausweis die Anfälligkeit von Gebäuden für Schäden durch Hochwasser oder auch Erdbeben sichtbar machen.

  • Absicherung für Kaufinteressenten, Banken und so weiter
  • Versicherer legen Gesamtkonzept vor
  • Schutz vor Naturgefahren als Folge des Klimawandels

Der Ausweis soll Naturgefahren wie Überschwemmungen durch Starkregen, Hochwasser, Kanalrückstau oder Erdsenkung und Erbeben vor Ort sichtbar machen und bewerten. Das schlagen die deutschen Versicherungen vor. Mit dem Naturgefahrenausweis hätten Hauseigentümer, Mieter, Kaufinteressenten, Handwerker, Versicherer oder Banken eine objektive Beurteilungs- und Entscheidungsbasis, heißt es vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV).

Bundesländer für Pflichtversicherung

Vor dem Hintergrund zunehmender Wetterextreme wurde auf einer GDV-Veranstaltung in Berlin über verschiedene Wege der Naturgefahren-Prävention diskutiert. Während die Bundesländer für eine verpflichtende Versicherung für Hauseigentümer zum Schutz vor Elementarschäden plädieren, hat die Versicherungswirtschaft ein Gesamtkonzept zur Klimafolgenanpassung mit mehreren Maßnahmen vorgelegt.

Naturgefahren: Schutz vor Folgen des Klimawandels

Versicherungsschutz ist wichtig, reicht aber allein nicht aus, um unsere Gesellschaft vor wachsenden Naturkatastrophen zu schützen“, sagt GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen. „Wir brauchen darüber hinaus Aufklärung über die Gefahren durch Elementarrisiken und verbindliche Präventionsmaßnahmen auf privater und staatlicher Ebene.“ Die Bundesregierung wird voraussichtlich bis Dezember die Einführung einer Pflichtversicherung prüfen.