getreideernte
Foto: Claas (Symbolbild)

Sachsen: Getreideernte wetterbedingt erneut durchwachsen

In Sachsen zeigen sich bei der Getreideernte die erneuten Trockenphasen. Dazu kommen weitere große Herausforderungen für Landwirte.
  • Erntebilanz in Sachsen
  • Zu Einbußen bei der Getreideernte kommen steigende Kosten für Energie und Betriebsmittel
  • Hitzeperioden werden mehr
  • Wetterversicherung glättet Einnahmeverluste und Zusatzausgaben

Der Getreideertrag in Sachsen lag laut amtlicher Statistik in diesem Jahr bei 66,3 Dezitonnen je Hektar und damit 3 Prozent unter dem fünfjährigen Durchschnitt. Die Ergebnisse waren allerdings regional sehr differenziert. Beim Winterraps lagen die vorläufigen Erträge mit 35,3 Dezitonnen je circa 4,6 Prozent über dem fünfjährigen Mittelwert und sogar 7,2 Prozent über dem letztjährigen Ergebnis. Die Rapsanbaufläche lag hingegen immer noch deutlich unter dem der letzten 5 Jahre (- 8,4 Prozent).

Durchwachsene Getreideernte und steigende Preise

Die wetterbedingten Ernteergebnisse sind nicht die einzigen Herausforderungen, mit der sich Landwirte konfrontiert sehen, wie Sachsens Landwirtschaftsminister Wolfram Günther betont: “Ein erneutes Dürrejahr, deutlich gestiegene Preise für Energie und Betriebsmittel: 2022 ist herausfordernd für die sächsischen Landwirtinnen und Landwirte.” Die Versorgung mit Lebensmitteln im Freistaat erachtet der Politiker als sicher. “Aber durch den Krieg in der Ukraine ist vielen Menschen die Bedeutung noch einmal bewusster geworden, die die Landwirtschaft für unsere Versorgungssicherheit hat”, so Günther. 

Wetterversicherung glättet Einnahmeverluste und Zusatzausgaben

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) schätzt ein, dass der diesjährige Sommer insgesamt zu warm und vor allem deutlich zu trocken war. Beginnend mit einer normalen Bestandsentwicklung im Herbst und einem kurzen Winter setzte in diesem Jahr sehr frühzeitig die Trockenheit ein. Diese dauerte, von lokalen Schauerereignissen unterbrochen, bis zur Ernte an.

Die Jahre mit Hitzerekorden häufen sich. Der Sommer 2021 war laut Klimadaten der wärmste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Diese Entwicklung hat teils verheerende Auswirkungen auf die Ernteergebnisse. Die Chemnitzer gvf VersicherungsMakler AG bietet eine spezielle Wetterversicherung für landwirtschaftliche Betriebe an. Sinken Erträge durch Wettereinflüsse, entstehen Einnahmeverluste und Zusatzausgaben. Diese werden durch diese Risikoabsicherung geglättet, sodass das Jahresergebnis kalkulierbar bleibt. “Die Wetterversicherung” wird betriebsindividuell gegen die für die jeweiligen Feldfrüchte riskanten Ausprägungen versichert. 

Der “Agrarbericht in Zahlen 2022” kann auf sachsen.de abgerufen werden