Schlagwort-Archive: Ackerbau

hanf
Foto: Herbal Hemp/pixabay.com

Hanf und Co: Wie heimische Bastpflanzen in der Autoindustrie verwendet werden können

In einem Projekt entwickeln Forscher Möglichkeiten zur Verwendung von Hanf und Flachs im Automobilbau.

Heimische Bastpflanzen dienen bereits seit Jahrhunderten zur Fasergewinnung. Ihre Fasern zeichnen sich besonders durch vielfältige Eigenschaften aus und eignen sich daher zur Herstellung unterschiedlichster Produkte. Zu den historischen Einsatzbereichen gehörten neben Bekleidung auch technische Gewebe wie zum Beispiel für Säcke, Segel, Taue und Netze. Auch heute macht ihr großes Leichtbaupotenzial Bastfasern zu einer interessanten Material-Alternative im Bereich der Entwicklung moderner kraftstoffsparender Autos und elektromobiler Lösungen. Im vom Bundeslandwirtschaftsministerium geförderten DuroBast-Projekt wird die Verwendung von Bastpflanzen, wie Hanf, Flachs und Nesseln, in der Industrie getestet.

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pflanzenschutz
Foto: IVA

Studie: Investition in Pflanzenschutz-Technologien nachhaltiger als Reduktion

Der Industrieverband Agrar kritisiert EU-Ziele, Pflanzenschutz zu reduzieren, und hat eine Studie mit alternativen Lösungen in Auftrag gegeben.

Die EU-Kommission hat ihren Entwurf für eine Verordnung über den nachhaltigen Einsatz von Pflanzenschutzmitteln (Sustainable Use Regulation – SUR) präsentiert. Der Industrieverband Agrar (IVA) kritisiert, dass die Vorschläge nicht den aktuellen Herausforderungen der Landwirtschaft entsprechen. Auch die bereits geleisteten, erheblichen Reduktionen des Pflanzenschutzes seien nicht angemessen berücksichtigt worden. Der IVA hofft, dass sich die Bundesregierung zusammen mit anderen Mitgliedsstaaten in den Verhandlungen über den Kommissionsvorschlag für Verbesserungen einsetzt, die mehr Flexibilität einräumen.

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soja
Foto: Dr. Volker Hahn/Uni Hohenheim

Sojaanbau in Deutschland: Züchtung kühletoleranter Sorten verbessert

Wissenschaftler haben in einem sechsjährigen Projekt Soja-Sorten gekreuzt und so an das mitteleuropäische Klima angepasst.

Die Züchtung ertragreicher Soja-Sorten für kühlere Anbauregionen, wie etwa Norddeutschland, ist nach Einschätzung von Forscherteams der Universität Hohenheim und des Julius Kühn-Instituts (JKI) möglich. Das ist das zentrale Ergebnis eines sechsjährigen Projektes im Rahmen der Eiweißpflanzenstrategie des Bundeslandwirtschaftsministeriums.  Die Wissenschaftler haben mehrere tausend Nachkommen aus Soja-Kreuzungen auf molekularer Ebene untersucht. 

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getreideanbau
Foto: NickyPe/pixabay.com (Symbolbild)

Wie blühende Untersaaten Getreideanbau nachhaltiger machen

In einem Projekt untersuchen Wissenschaftler und Praktiker, welche positiven Auswirkungen Untersaaten im Getreideanbau auf die Artenvielfalt haben. Die Wirtschaftlichkeit wird dabei nicht außer Acht gelassen.

Die Bundesanstalt für Ernährung und Landwirtschaft (BLE) geht im Rahmen des Projektes „Weite-Reihe-Getreide mit blühender Untersaat“ der Frage nach, ob bei einer produktiven Nutzung des Getreideackers die Artenvielfalt gesteigert werden kann. Erste Ergebnisse zeigen: Wird beim Getreideanbau mit einem Reihenabstand von mindestens 30 Zentimetern gesät und werden dazwischen blühende niedrigwüchsige Pflanzenarten ausgebracht, kann dies die Artenvielfalt deutlich steigern.

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pflanzenschutz
Foto: IVA

Pflanzenschutz: Verbände fordern zeitgemäßere Beratung

Eine Verbände-Allianz fordert die Politik dazu auf, Pflanzenschutz-Beratung den neuen Gegebenheiten und Herausforderungen anzupassen.

Eine Allianz führender Agrarverbände spricht sich in einem gemeinsamen Communiqué dafür aus, die Pflanzenschutz-Beratung in Deutschland auf neue politische Herausforderungen auszurichten. Unter anderem müssten der amtliche Dienst und andere Beratungseinrichtungen in die Lage versetzt werden, neue alternative Pflanzenschutzstrategien zu vermitteln, so der Industrieverband Agrar (IVA). Das Papier ist das Ergebnis eines Verbändedialogs im November 2021, bei dem die künftige Ausrichtung der Pflanzenbauberatung im Fokus stand.

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agrarflächen
Foto: Tillmann Lüders

Agrarflächen: Wassergräben reduzieren Schadstoffeinträge erheblich

Forscher haben beobachtet, dass Mikroorganismen in Wassergräben am Rand von Agrarflächen Schadstoffe neutralisieren können.

Wassergräben und kleine Bäche am Rand von Agrarflächen tragen erheblich dazu bei, die aus der Landwirtschaft stammenden Schadstoffe im Wasser zu verringern. Zu diesem Schluss kam ein Forschungsteam der Universität Bayreuth. Der Studie zufolge fördern Fließgewässer vor allem den Nitrat-Abbau durch Mikroorganismen. Dadurch haben sie einen wichtigen Einfluss auf den Stickstoffgehalt in Flüssen und Seen. Die Erkenntnisse haben die Wissenschaftler um Prof. Dr. Tillmann Lüders in der Fachzeitschrift “Water Research” veröffentlicht.

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erzeugerpreise
Foto: Geralt/pixabay.com (Symbolbild)

Erzeugerpreise: Innerhalb eines Jahres über 20 Prozent angestiegen

Das Statistische Bundesamt hat den Vergleich der landwirtschaftlichen Erzeugerpreise für Februar im Vergleich zum Februar 2021 veröffentlicht.

Die Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte waren im Februar 2022 um 22,5 Prozent höher als im Februar 2021. Das teilt das Statistische Bundesamt (Destatis) mit. Dies ist der höchste Preisanstieg gegenüber einem Vorjahresmonat seit Mai 2011. Die Entwicklungen der Erzeugerpreise im Februar 2022 stehen noch nicht in Zusammenhang mit dem Angriff Russlands auf die Ukraine am 24. Februar, da die Erhebung der landwirtschaftlichen Erzeugerpreise bereits zum Stichtag 15. Februar erfolgt ist.

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moorflächen
Foto: Marisa04/pixabay.com

Vernässung von Moorflächen: Landwirte sollen entschädigt werden

Aus Gründen des Klimaschutzes will die Bundesregierung Moorflächen wiedervernässen, auch landwirtschaftlich genutzte. Die Union fordert Entschädigungen.

Die Bundesregierung rechnet in Sachen Moorschutz mit Kosten von weit mehr als einer halben Milliarde Euro, die bis einschließlich 2025 anfallen werden. Wie die „Neue Osnabrücker Zeitung“ (NOZ) berichtet, geht das aus einer Antwort des Bundeslandwirtschaftsministeriums (BMEL) auf eine Anfrage der Unionsfraktion hervor. Demnach soll auf Grundlage einer Vereinbarung von Bund und Ländern bis 2030 der jährliche Treibhausgas-Ausstoß aus Moorböden um fünf Millionen Tonnen CO2-Äquivalent gesenkt werden. Moore entziehen der Atmosphäre CO2.

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DLG

Betriebszweiganalyse: Die DLG stellt praktische Planungsansätze vor

Das DLG-Merkblatt stellt Planungsansätze anhand der Struktur der Betriebszweiganalyse vor.

Landwirtschaftliche Betriebe sehen sich oft mit dem Problem konfrontiert zu bestimmen, welche Kosten je Produktionseinheit in der Planung als variabel anzusehen sind und deshalb nicht unkritisch aus der Betriebszweiganalyse übernommen werden können. Um die Planung zu erleichtern, hat die Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) ein Merkblatt aufgelegt: „Wie plane ich in der Praxis richtig mit der Struktur der Betriebszweiganalyse (BZA)?“

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insektenschutz
Foto: Bodensee-Stiftung

Insektenschutz: Konkrete Tipps für landwirtschaftliche Betriebe

Eine Naturschutz-Stiftung veröffentlicht konkrete und praxisbezogene Maßnahmenblätter, die Landwirte beim Insektenschutz unterstützen sollen.

Landwirte sehen sich dem Druck durch Politik und Gesellschaft ausgesetzt, Flächen insektenfreundlich zu bewirtschaften und so die Biodiversität zu erhalten. Die Naturschutz-Organisation Bodensee-Stiftung kritisiert, dass eine substanzielle Förderung für echten Naturschutz und Insektenschutz auf landwirtschaftlichen Flächen bislang fehle. Die Stiftung setzt Hoffnung in das Projekt des ebenfalls am Bodensee ansässigen Global Nature Funds (GNF)“LIFE Insektenfördernde Regionen (IFR)”.

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