Schlagwort-Archive: Lebensmitteleinzelhandel

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Foto: pixabay.com (Symbolbild)

Unfaire Handelspraktiken können der BLE gemeldet werden

Immer wieder kommt es zu unfairen Handelspraktiken zu Lasten von Lieferanten. Die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung nimmt sich dem Problem an.

Seit Juni 2021 sind in Deutschland unlautere Handelspraktiken zwischen großen gewerblichen und behördlichen Käufern von Agrar-, Fischerei- und Lebensmittelerzeugnissen und umsatzmäßig kleineren Lieferanten verboten. Die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) bietet Betrieben bis zu einem Jahresumsatz von 350 Millionen Euro, die sich ungerecht behandelt fühlen, die Möglichkeit, entsprechende Vorgänge zu melden. Auch Zusammenschlüsse, bei denen der Lieferant Mitglied ist, und vertretende Organisationen können sich melden. Dazu zählen beispielsweise Kreisbauernverbände und andere Erzeugerverbände auf Landes- oder Bundesebene.

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Foto: Big Dutchman (Symbolbild)

Bis 70 Euro Verlust pro Schwein: Klöckner lädt zum Krisengipfel

Laut ISN haben Tierhalter 60 bis 70 Euro Verlust pro Schwein. Bundesministerin Julia Klöckner sucht in einer Videoschalte mit Verbandsvertretern nach Lösungen.

Angesichts historisch niedriger Schweinefleischpreise hat Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner für den morgigen Mittwoch (15. September) zu einem „Schweinegipfel“ geladen. Wie die „Neue Osnabrücker Zeitung“ (NOZ) berichtet, will die Ministerin in einer digitalen Schalte gut zwei Stunden mit Vertretern der Landwirtschaft, der Schlachtindustrie sowie des Handels über Wege aus der Krise sprechen. Dem NOZ-Bericht zufolge sollen auch die Agrarministerinnen aus Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen, Barbara Otte-Kinast und Ursula Heinen-Esser an dem Treffen teilnehmen. In den beiden Bundesländern spielen Schweine für die Landwirtschaft eine große Rolle.

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Foto: BLE/Dominic Menzler

Nachhaltige Landwirtschaft: Diese Gruppen sehen Verbraucher in der Pflicht

Die Landwirte, die Politik oder gar sich selbst? Eine Umfrage zeigt, wen Verbraucher tatsächlich für nachhaltige Landwirtschaft in der Verantwortung sehen.

Nachhaltigkeit zählt zu den großen politischen Themen. Vor der Bundestagswahl am 26. September wollte das Meinungsforschungsunternehmen Civey im Auftrag der Rabobank von Verbrauchern wissen, wen sie in der Verantwortung für nachhaltige Landwirtschaft sehen. Dazu wurden im August 2.800 Personen befragt.

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Foto: obs/Kaufland

Schweinefleisch: Kaufland verspricht dauerhafte „Mindestnotierung“ 

Schon jetzt bietet Kaufland laut eigener Aussage Schweinehaltern 1,40 Euro pro Kilogramm Fleisch. Das soll jetzt dauerhaft gelten.

Die Lebensmittelkette Kaufland hat eine dauerhafte Mindestnotierung für Schweinefleisch angekündigt. Lieferanten sollen somit mindestens 1,40 Euro pro Kilo bekommen. Nach Angaben des Unternehmens will man so Verlässlichkeit für Landwirte schaffen. „Wir brauchen eine starke und zukunftsfähige Landwirtschaft. Die Einführung dieser Mindestnotierung ist ein wichtiges Zeichen für unsere Lieferanten und Vertragslandwirte“, sagt Stefan Rauschen, Geschäftsführer Einkauf Frische bei Kaufland. „Damit untermauern wir, dass wir ein verlässlicher und fairer Partner sind, der ihnen langfristig eine Perspektive bietet“, so Rauschen.

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Foto: Reinhard Thrainer/pixabay.com

Preise für Schweinefleisch: Bauernverband fordert Umdenken

Angesichts der niedrigen Preise für Schweinefleisch schlägt der Deutsche Bauernverband Alarm.

Den Preisrutsch bei Schweinefleisch vergangene Woche um 7 Cent auf 1,30 Euro je Kilogramm hat der Deutsche Bauernverband (DBV) zum Anlass genommen, noch einmal Alarm zu schlagen. DBV-Veredlungspräsident Hubertus Beringmeier spricht von einer „katastrophalen Entwicklung“ und warnt: „Schweinehalter sind Preisschwankungen durchaus gewohnt und können damit auch umgehen, aber eine derart ruinöse Entwicklung über einen so langen Zeitraum hat es selten gegeben!“

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Foto: Bernd Schädlich/pixabay.com (Symbolbild)

Corona: Snacks sind jetzt regionaler und gesünder

In der Corona-Pandemie ist ein neues Bewusstsein für gesunde und regionale Lebensmittel entstanden.

Geschlossene Gastronomie, Home Office: Durch die Corona-Lockdowns haben sich die Ess- und Einkaufsgewohnheiten verändert, was auch neue Geschäftsmodelle etabliert hat. Peter Lammers, Experte für Ernährung und Agrar bei der Unternehmensberatung FTI-Andersch, beschäftigte sich mit dem Thema. „Die Trends waren auch schon vor Corona erkennbar“, so Lammers. „Die Pandemie hat ihnen aber die entsprechende Geschwindigkeit verliehen, um sich wirklich in größerer Breite Bahn zu brechen und auszudifferenzieren.” Er geht davon aus, dass sich diese Trends langfristig etablieren werden.

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Foto: obs/Unternehmensgruppe ALDI SÜD/ALDI SÜD Dienstleistungen

Aldis Haltungsstufen-Plan: So viel höher sind die Produktionskosten

Aldi will künftig nur noch Fleisch aus höheren Haltungsstufen verkaufen. Eine Analyse des Thünen-Instituts schlüsselt die Mehrkosten für Landwirte auf.

Aldi Süd und Nord haben angekündigt, bis 2030 das Frischfleisch-Sortiment auf die Tierwohl-Haltungsstufen 3 und 4 umzustellen. Der Discounter folgt nach eigenen Angaben dem anhaltenden Bio-Boom und beruft sich auf den Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), dem zufolge die Verbraucher 2020 deutlich häufiger Bio-Fleisch gekauft haben.

Die Umstellung soll schrittweise erfolgen bis nur noch Rind- und Schweinefleisch sowie Geflügel aus Außenklima- und Bio-Haltung in den Kühltheken zu finden sind. Schon in diesem Jahr will Aldi 15 Prozent des Frischfleisch-Umsatzes aus den Haltungsformen 3 und 4 generieren. Bis 2025 soll vollständig auf die Haltungsform 1 verzichtet werden, bis 2026 will die Handelskette 33 Prozent aus den Haltungsformen 3 und 4 anbieten. 

Der Discounter verspricht verlässliche Perspektiven und Abnahmemengen für Erzeuger und Verarbeiter.

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Foto: BMEL/Photothek

Staatliches Tierwohllabel wohl erst nach der Wahl

Einige betrachten das staatliche Tierwohllabel als gescheitert. Sicher ist, dass es mit Klöckners verbindlicher Herkunftskennzeichnung in dieser Legislaturperiode nichts mehr wird.

2019 wurde mit dem Kabinettsbeschluss das staatliche Tierwohllabel auf den Weg gebracht. Nun ist klar: Julia Klöckners Leuchtturmprojekt kommt in dieser Legislaturperiode nicht mehr zustande. 

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Foto: Ehrecke/pixabay.com (Symbolbild)

Milchviehhalter: Verbände lehnen „Tierwohlsteuer“ ab

Der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter und andere Organisationen sehen in einer „Tierwohlsteuer“ eine Gefahr für bäuerliche Tierhalter.

Die Bundesregierung plant eine sogenannte „Tierwohlsteuer“. Die Verbraucher sollen demnach mehr für unter höheren Tierwohl-Standards hergestellte Produkte bezahlen. Ein Bündnis aus Freien Bauern, dem Bundesverband Deutscher Milchviehhalter (BDM) und den Land-schafft-Verbindung (LSV)-Organisationen aus Bayern, Schleswig-Holstein, Ostfriesland, Baden-Württemberg sowie Sachsen lehnt das Vorhaben ab.

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Foto: Alexas_Fotos/pixabay.com (Symbolbild)

Mehr Tierwohl: Wie viel mehr müssten Verbraucher für Milch bezahlen?

Kieler Forscher haben berechnet, wie viel mehr ein Liter Milch im Handel bei mehr Tierwohl kosten würde.

Wie viel mehr müssen die Verbraucher bei der Einhaltung höherer Tierwohlstandards für Milch bezahlen? Dieser Frage sind das ife Institut für Ernährungswirtschaft Kiel (ife Kiel) und die Fachhochschule (FH) Kiel nachgegangen. Die Ergebnisse sollen vor allem Produzenten helfen, die Kosten und langfristigen Folgen einer Umstellung auf Milch mit mehr Tierwohl abschätzen zu können.

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