Schlagwort-Archive: Milchviehhaltung

corona-lockdown
Foto: Markus Spiske/pexels.com (Symbolbild)

Corona-Lockdown: Absatz von Milchprodukten verlagert sich

Der erneute Corona-Lockdown verschiebt noch einmal die Absatzmärkte, aber nicht so drastisch wie im Frühjahr.

Seit 1. November ist der zweite Corona-Lockdown in Kraft. Trotz einer „Light“-Version haben gastronomische Betriebe geschlossen. Nur „Take away“-Konzepte sind erlaubt. Das führt auch zu Verunsicherungen der Milchproduzenten. Wie das landwirtschaftliche Informationszentrum Proplanta berichtet, hat zwar naturgemäß die Nachfrage aus der Gastronomie nachgelassen, der Lebensmitteleinzelhandel (LEH) ordere aber Milchprodukte in großen Mengen. Proplanta beruft sich dabei auf Informationen der Süddeutschen Butter- und Käsebörse in Kempten.

Corona-Lockdown: Absatz von Milchprodukten verlagert sich weiterlesen
aldi
Foto: Cottonbro/pexels.com (Symbolbild)

Kehrtwende: Aldi senkt Milchpreise wieder

Der Wunsch von Aldi nach nachhaltiger Preispolitik ist offenbar nicht in Erfüllung gegangen.

Aldi Nord und Süd haben den Molkereien ein halbes Jahr lang deutlich mehr für Trinkmilch bezahlt als Lidl, Edeka oder Rewe. Protestaktionen der Landwirte und politischer Druck hatten den Discounter im Frühjahr veranlasst, einen Aufschlag zu gewähren. Die anderen Handelskonzerne waren nicht mitgezogen. Wie die Lebensmittel Zeitung (LZ) berichtet, haben die Aldi-Einkäufer nun bei den Preisverhandlungen mit den Lieferanten deutliche Preissenkungen von 5 bis 6 Cent durchgesetzt.

Kehrtwende: Aldi senkt Milchpreise wieder weiterlesen
milcherzeugung
Foto: Ehrecke/pixabay.com (Symbolbild)

Milcherzeugung: Kein Ausweg aus der Sackgasse?

Die Erzeugergemeinschaft Milch Board sieht die Milcherzeugung in einer Sackgasse. Verschiedene Faktoren spielen dabei eine Rolle.

Der Milch Marker Index ist von April bis Juli 2020 um einen Punkt auf einen Stand von 114 gestiegen. Das teilt die Erzeugergemeinschaft Milch Board mit. Für das dritte Quartal 2020 wurden Milcherzeugungskosten von 46,95 Cent pro Kilogramm Milch ermittelt. Gegenüber dem Vorquartal gab es auf der Kostenseite einen Anstieg von 0,19 Cent. Allerdings wurden von April bis Juli 2020 die Milchauszahlungspreise von den Molkereien erneut gesenkt. In Folge verschlechterte sich das Verhältnis zwischen den Kosten und Erlösen und damit auch die Wirtschaftlichkeit der Milcherzeugung weiter.

Milcherzeugung: Kein Ausweg aus der Sackgasse? weiterlesen
naturschutz
Foto: M. Steven/NABU

Modellprojekt: Weidetierhaltung und Naturschutz im Einklang

Wie vertragen sich Weidehaltung und Naturschutz? In einem Projekt in Ostfriesland soll das nun herausgefunden werden.

Landwirtschaft und Naturschutz – das ewige Thema. In einem Modellprojekt in Ostfriesland wird jetzt getestet, wie ein Miteinander funktioniert. Das Projekt der Landwirtschaftskammer (LWK) Niedersachsen wird von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) fachlich und finanziell mit 298.000 Euro gefördert. Kooperationspartner sind der Naturschutzbund Niedersachsen und die Ökologische NABU-Station Ostfriesland

Modellprojekt: Weidetierhaltung und Naturschutz im Einklang weiterlesen
coronakrise
Foto: pixabay (Symbolbild)

Coronakrise: Bilanz der Privaten Lagerhaltung

Zur Stärkung des Milchmarktes während der Coronakrise hatte die EU-Kommission Beihilfen für Private Lagerhaltung von Magermilchpulver, Butter und Käse gewährt. Das BMEL zieht eine positive Bilanz.

Um die Betriebe im Milchbereich in der Coronakrise zu unterstützen, hatte sich Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner bei der Europäischen Kommission eingesetzt, mit Marktordnungsmaßnahmen schnell auf auf die Situation zu reagieren. Unter anderem wurden ab 23. April Beihilfen zur privaten Lagerhaltung von Butter, Magermilchpulver und Käse bereitgestellt. Am 30. Juni liefen die Maßnahmen planmäßig aus. Mit diesem Instrument werden Molkereien in die Lage versetzt, Butter und Magermilchpulver sowie Käse vorübergehend zu lagern, um diese bei besserer Marktsituation – vor allem bei wieder anlaufendem Exportgeschäft – verkaufen zu können.

Coronakrise: Bilanz der Privaten Lagerhaltung weiterlesen
rinder
Foto: pixabay (Symbolbild)

Rinder: Bestand in Thüringen sinkt weiter

Der Anzahl der Rinder in Thüringen ist um mehr als 8.500 Tiere gesunken.

In Thüringen gab es Anfang Mai 296.000 Rinder. Das hat die Auswertung der HIT-Datenbank (Herkunfts- und Informationssicherungssystem) ergeben – 8.548 Stück oder 2,8 Prozent weniger als vergangenen November. Innerhalb eines Jahres ist der Bestand gar um 3,7 Prozent gesunken. Die Anzahl der Kälber sank seit November um 4,7 Prozent.

Rinder: Bestand in Thüringen sinkt weiter weiterlesen
coronakrise
Foto: Alexas_Fotos/pixabay.com

Coronakrise: Milchmarkt muss auf Situation reagieren

DBV-Milchbauernpräsident Karsten Schmal forderte die EU-Kommission und die Molkereien dazu auf, rechtzeitig auf die Coronakrise zu reagieren.

Der Deutsche Bauernverband (DBV) fordert die EU-Kommission und die Molkereien auf, angesichts der Coronakrise angemessen auf die aufgetretenen Verwerfungen zu reagieren. „Wenn es eine Marktlage gibt, die Beihilfen zur privaten Lagerhaltung von Milchprodukten rechtfertigt, dann ist es die aktuelle”, sagte Milchbauernpräsident Karsten Schmal. Die EU-Kommission und die EU-Mitgliedstaaten seien deshalb gefordert, dieses Instrument zeitnah zu eröffnen. Den kurzfristig aufgetretenen starken Veränderungen in Logistik und Absatzwegen müsse mit kurzfristig zur Verfügung stehenden und umsetzbaren Maßnahmen begegnet werden.

Coronakrise: Milchmarkt muss auf Situation reagieren weiterlesen