Schlagwort-Archive: Pflanzenbau

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Projekt: Dünger aus Abwasser und Bioabfällen gewinnen

Ein interdisziplinäres Projekt soll den Kreislauf zwischen städtischen Konsumenten und Landwirten schließen: Stoffe aus Produkten kehren als Dünger auf die Äcker zurück.

Im Rahmen des Projektes RUN (Rural Urban Nutrient Partnership) mit Beteiligung der Universitäten Hohenheim und Stuttgart wollen Wissenschaftler Nährstoffpartnerschaften zwischen Stadt und Land etablieren und Stoff-Kreisläufe durch moderne Verwertungsverfahren schließen. Ziel ist, aus städtischem Abwasser und Bioabfällen Dünger zu gewinnen. Der landwirtschaftliche Kreislauf soll so geschlossen werden. Rund 75 Prozent der deutschen Bevölkerung leben in Städten und verbrauchen dort Lebensmittel, die auf dem Land erzeugt wurden. Auf diese Weise sind Produktionsketten entstanden, bei denen Nähr- und Wertstoffe von einem Ort zum anderen transportiert werden und schließlich zum größten Teil verloren gehen.

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Regionales Superfood: Erste deutsche Chia-Sorte geschützt

Die Uni Hohenheim machte das Superfood Chia-Samen regional und sucht in Deutschland Saatzuchtfirmen.

Ob in Verbindung mit Fleisch, im Dessert oder im Smoothie: Chia gilt als Superfood mit zahlreichen Vitaminen, Ballaststoffen und einem hohen Protein-Anteil. Doch Liebhaber der Samen müssen bislang einen schlechten ökologischen Fußabdruck in Kauf nehmen. Denn Chia-Samen werden vorwiegend aus Südamerika importiert und haben somit lange Transportwege hinter sich, bis sie in den heimischen Supermarktregalen landen. Durch die hohe Nachfrage setzen die südamerikanischen Bauern auch eine hohe Menge Pestizide ein. Jetzt gibt es eine Sorte, die in Deutschland angebaut werden kann.

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Grüne lassen untersuchen: Kleinere Felder gegen Artensterben?

Nach einer von der Grünen-Bundestagsfraktion in Auftrag gegebenen Untersuchung fordert die Partei kleinteilige Feldbewirtschaftung.

Das Artensterben könnte sich mit einer anderen Art der Feldbewirtschaftung stoppen lassen. Zu diesem Ergebnis kommt zumindest eine Untersuchung des Göttinger Agrarökologen Teja Tscharntke im Auftrag der Grünen-Bundestagsfraktion, das berichtet die „Neue Osnabrücker Zeitung“ (NOZ).

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Forscher der Universität Hohenheim inmitten von Miscanthus-Gras, aus dem zum Beispiel biobasierte Chemikalien hergestellt werden können. Foto: Universität Hohenheim/Wolfram Scheible

Industriepflanzen: Unrentable Agrarflächen nutzen

In einem EU-Projekt wird erforscht, wie unrentable landwirtschaftliche Flächen mit Industriepflanzen bewirtschaftet werden können.

Rund 65 Millionen Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche wurden in Europa aufgegeben, weil dort der Anbau von Nahrungsmittelpflanzen nicht mehr rentabel war. Das ist eine Fläche etwas größer als Frankreich. Ungünstige Bedingungen wie niedrige Temperaturen, Trockenheit oder übermäßige Nässe machten die Bewirtschaftung für Landwirte uninteressant. Aber auch Bodenprobleme oder zu steile Hanglagen zählen zu den Gründen. Eine Alternative sehen Forscher im Anbau von Industriepflanzen.

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Nachhaltiger Ackerbau: BMEL sucht Betriebe für Netzwerk

Das Bundeslandwirtschaftsministerium baut ein Netzwerk aus 100 Betrieben auf, die nachhaltigen Ackerbau der Öffentlichkeit präsentieren.

Das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) startet im Rahmen seiner Ackerbaustrategie den Aufbau eines “Netzwerks Leitbetriebe Pflanzenbau”. Rund 100 Betriebe unterschiedlicher Größe und aus allen Regionen Deutschlands haben die Möglichkeit, sich in einem Netzwerk mit Vorbildcharakter auszutauschen und ihre Arbeit für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

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Investitionsprogramm: Verfahren wird vereinfacht

Um die Antragstellung zu vereinfachen und mehr Landwirte zu erreichen, hat das BMEL Änderungen beim Investitionsprogramm vorgenommen.

Das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) macht das in diesem Jahr angelaufene „Investitionsprogramm Landwirtschaft“ für Landwirte ab April einfacher. Im Bereich der Maschinenförderung sind von rund 3.600 Anträgen bereits 2.800 genehmigt worden. 700 weitere Anträge sind bereits geprüft und werden in den kommenden Wochen bewilligt.

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Sojabohnen: Deshalb sollten Landwirte über den Anbau nachdenken

Wissenschaftler untersuchten, ob der Anbau von Sojabohnen in Deutschland wirtschaftlich sein könnte.

In den vergangenen Jahren hat sich in Deutschland die Wirtschaftlichkeit der etablierten Blattfrüchte erheblich verschlechtert. Betroffen sind neben Kartoffeln vor allem Raps und Zuckerrüben. Der Grund: Wichtige Pflanzenschutzmittel sind nicht mehr verfügbar. Auch der Getreideanbau hat vermehrt mit Herbizidresistenzen zu kämpfen, so dass vielfältigere Fruchtfolgen von zunehmender Bedeutung sind. Vor diesem Hintergrund hat das Agrarökonomen-Netzwerk agri benchmark Cash Crop Perspektiven des Anbaus von Sojabohnen in Deutschland untersucht. Das Projekt wurde durch die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) finanziert.

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Pflanzenschutzmittel: Einheitliche Sicherheitshinweise

Hersteller von Pflanzenschutzmitteln haben sich auf einheitliche, leicht verständliche Sicherheitshinweise geeinigt.

Um Sicherheitsanweisungen auf Pflanzenschutzmitteln verständlicher zu machen, haben sich acht Mitgliedsunternehmen des Industrieverbandes Agrar (IVA) auf einheitliche Piktogramme auf ihren Produkten verständigt. So können Landwirte die für die Anwendung von Pflanzenschutzmitteln erforderliche Schutzausrüstung und -kleidung unabhängig vom Hersteller auf einen Blick erfassen.

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Erzeugerpreise: Gewinner und Verlierer

Die Entwicklungen der Erzeugerpreise für tierische und für pflanzliche Produkte fallen sehr unterschiedlich aus.

Die Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte waren im Dezember 2020 um 9,1 Prozent niedriger als im Dezember 2019. Das teilt das Statistische Bundesamt (Destatis) mit. Einen ähnlich starken Rückgang gegenüber dem Vorjahresmonat hatte es zuletzt im Juli 2015 gegeben.

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Pflanzenschutz: Verbände kritisieren Verbote

Vor dem Kabinettsbeschluss des „Aktionsprogramms Insektenschutz“ argumentieren Verbände gegen den Sinn des Verbotes von Pflanzenschutz.

Kommenden Mittwoch will das Bundeskabinett das „Aktionsprogramm Insektenschutz“ beschließen. Dieses beinhaltet unter anderem, dass in Naturschutzgebieten, Naturmonumenten und Naturdenkmälern Biozide gänzlich verboten werden. Das gleiche gilt auch für Gebiete von gemeinschaftlicher Bedeutung und in gesetzlich geschützten Biotopen. Des weiteren ist vorgesehen, dass innerhalb von zehn Metern zur Böschungsoberkante von Gewässern kein Pflanzenschutz mehr erlaubt ist. Branchenschätzungen zufolge gehen durch die Verbote sieben Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fläche verloren.

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