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Foto: Hans/pixabay.com (Symbolbild)

Umbau der Tierhaltung: Wer übernimmt die Kosten?

Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir will den Umbau der Tierhaltung vorantreiben. Bauernpräsident Rukwied fordert eine schnelle Umsetzung.

Der neue Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir hat in seiner ersten Regierungserklärung einen Neustart für mehr Tierwohl angekündigt. Dazu zählt zum Beispiel eine verbindliche Haltungskennzeichnung. Die Betriebe mit Tierhaltung will er bei einem großen Umbau einbeziehen und unterstützen.

Rukwied drängt auf zügige Umsetzung

Bauernpräsident Joachim Rukwied begrüßt Özdemirs Ankündigung, wirtschaftliche Perspektiven für die landwirtschaftlichen Betriebe zu verbessern und die Transformation gemeinsam mit den Landwirten zu gestalten: „In dieser Legislaturperiode werden für viele Betriebe die Weichen zwischen Ausstieg und Weiterentwicklung gestellt. Der Ankündigung müssen nun schnell konkrete Schritte zur Umsetzung folgen.“ Es gelte, die Vielfalt in der Agrarstruktur in Deutschland abzusichern und Strukturbrüche zu verhindern – daran werde sich die Bundesregierung messen lassen müssen.

Finanzierung der nachhaltigen Tierhaltung noch nicht klar

Der Präsident des Deutschen Bauernverbandes gibt aber zu bedenken, dass die wirtschaftliche Lage auf vielen Betrieben nachwievor angespannt sei. „Bei den Schweinehaltern desaströs“, so Rukwied. „Die Landwirte sind bereit, den Umbau der Tierhaltung mitzutragen. Wichtig für die kommenden Monate ist, dass ein praktikabler und verlässlicher Weg für die Finanzierung sichergestellt wird.“ Hierfür müsse ein gesonderter Finanztopf gebildet werden. Unsere Bauern bräuchten jetzt dringend politische Entscheidungen, um ihre Betriebe weiterentwickeln zu können.“