Foto: LegusPic - stock.adobe.com (Symbolbild)

Im Frühjahr steht bundesweit, so auch in Sachsen, die nächste Agrarstrukturerhebung an. 

  • Agrarstrukturerhebung 2026
  • Abgefragte Daten
  • Hintergrund

Im Frühjahr 2026 erheben die Statistiker nach drei Jahren wieder die Agrarstruktur, so auch in Sachsen. Das Statistische Landesamt des Freistaates befragt dazu 4.000 Landwirtschaftsbetriebe ab einer bestimmten Mindestgröße, die entweder per Post oder online zur Teilnahme aufgefordert werden. Die Teilnahme ist gemäß Landwirtschaftsstatistikgesetz Pflicht. Die Daten werden online abgefragt und absolut vertraulich behandelt.

Diese Daten werden bei der Agrarstrukturerhebung abgefragt

Abgefragt werden bei solchen Erhebungen in der Regel die Nutzung der Ackerflächen, die Arbeitskräfteausstattung, die Tierbestände oder auch die Eigentums- und Pachtverhältnisse. Daneben interessieren die Statistiker Daten zu Haltungsverfahren der Tierbestände, Düngemanagement, Grünlandnutzung, Berufsbildung der Betriebsleiter und Einkommenskombinationen der landwirtschaftlichen Betriebe. Im Sinne der Entbürokratisierung sollten die zu erhebenden Daten weniger geworden sein, denn zur Entlastung der Landwirte werden inzwischen bereits vorhandene Verwaltungsdatenquellen genutzt. So werden laut Statistischem Landesamt Angaben zu den Hauptnutzungs- und Kulturarten den Anträgen auf Agrarförderung entnommen. Für die Erfassung der Rinderbestände bedient sich die Behörde der Angaben aus der Datenbank „Herkunftssicherungs- und Informationssystem für Tiere“.

Deshalb werden die Daten erhoben

Die erhobenen Zahlen zeigen, wie sich die Landwirtschaft wandelt: Betriebe werden größer, manche geben auf, neue Produktionsweisen entstehen. Diese Entwicklungen sichtbar zu machen, ist entscheidend, um fundierte agrarpolitische Entscheidungen zu treffen. Förderprogramme, Umweltmaßnahmen oder Tierwohlstandards brauchen eine belastbare Datenbasis. Auch auf europäischer Ebene spielen die Ergebnisse eine wichtige Rolle. Sie fließen in die Ausgestaltung der Gemeinsamen Agrarpolitik der Europäischen Union ein und helfen, Gelder gezielt zu verteilen.