Nährstoffangaben für Lebensmittel stellt unter anderem das Max Rubner-Institut zur Verfügung. Kostete der Abruf bislang Lizenzgebühren, entfallen diese nun.
- Hintergrund zu Nährstoffangaben
- Bundeslebensmittelschlüssel
- So setzt sich die Nährstoffdatenbank zusammen
Auch landwirtschaftliche Direktvermarkter müssen unter gewissen Voraussetzungen in Lebensmitteln enthaltene Nährstoffe angeben. Eine Nährstofftabelle ist Pflicht, etwa wenn das Produkt vorverpackt ist oder über den Direktverkauf hinaus, im regionalen Lebensmitteleinzelhandel, der Gastronomie oder im Onlinehandel vertrieben wird. Es gibt mehrere Möglichkeiten, an die Nährstoffangaben zu kommen. Auch das Bundesforschungsinstitut für Ernährung und Lebensmittel (Max Rubner-Institut) stellt den Zugriff auf eine entsprechende Datenbank zur Verfügung – für Erzeuger, aber auch für interessierte Verbraucher. Bisher kostete der Abruf Lizenzgebühren. Diese entfallen ab sofort.
Nährstoffangaben für über 7.000 Lebensmittel
Die jüngst umfassend überarbeitete Datenbank enthält die durchschnittlichen Nährstoffdaten und Energiegehalte von mehr als 7.000 Lebensmitteln und Gerichten. Der Bundeslebensmittelschlüssel (BSL) wird vom Max Rubner-Institut (MRI) regelmäßig aktualisiert. Im BLS sind die durchschnittlichen Nährstoffdaten einer Vielzahl verschiedener Lebensmittel erfasst, die auf dem deutschen Markt erhältlich sind. Angegeben werden nicht nur die Gehalte an Makro- und Mikronährstoffen wie Kohlenhydraten, Protein, Fett, Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen, sondern auch Informationen zu Ballaststoffen, Fett- und Aminosäuren. Der Datenbestand wurde für die aktuelle Version auch um Lebensmittel ergänzt, die nicht oder kaum in der bisher üblichen Auswahl vorhanden waren, etwa Pflanzendrinks und Pseudogetreide wie Buchweizen und Quinoa. Darüber hinaus bildet der BLS auch eine große Bandbreite zusammengesetzter Gerichte ab – vom Gemüsebratling bis zur klassischen Lasagne.
Daten aus verschiedenen Quellen
Grundlage für die Nährstoffgehalte des BLS bilden neben den Labordaten des MRI auch die Untersuchungsergebnisse von nationalen Kooperationspartnern wie zum Beispiel Bundesinstituten und -ämtern, Landesanstalten, Unternehmen der Lebensmittelwirtschaft und Verbänden. Ergänzt werden die Daten durch Informationen aus der wissenschaftlichen Literatur und aus internationalen Nährstoffdatenbanken. Eine Besonderheit des BLS sind seine komplexen Berechnungsalgorithmen: Sie ermöglichen Rezeptberechnungen sowie qualitätsgesicherte Nährstoffschätzungen, mit denen Datenlücken geschlossen werden können.
Hier geht es direkt zur Nährstoffdatenbank.
