Gegenüber der Deutschen Presse-Agentur erklärte Bauernpräsident Joachim Rukwied, warum Landwirte von der geplanten Anpassung der Preise für Sprit nichts haben.
- Maßnahmen zur Eindämmung der Spritpreise
- Rukwied für Aussetzung der CO₂‑Steuer
- Feldarbeit steht an
Angesichts der immer weiter steigenden Spritpreise, vor allem aufgrund des Iran-Krieges, plant die Bundesregierung Maßnahmen zur Entlastung der Verbraucher. Anders als in der Energiekrise 2022 ist kein „Tankrabatt“ geplant. Damals sollte der Sprit über Steuersenkungen günstiger werden. Zum Beispiel ist geplant, dass die Tankstellen die Preise nur noch einmal täglich anheben dürfen, um sprunghafte Teuerungen einzudämmen. Zugleich will die Politik das Kartellrecht verschärfen und Mineralölkonzerne stärker überwachen. Ziel ist es, unfaire Preisentwicklungen zu verhindern. Die Maßnahmen sind erst teilweise beschlossen, aber noch nicht umgesetzt.
Rukwied für Aussetzung der CO₂‑Steuer
DBV-Präsident Joachim Rukwied sieht in den geplanten Maßnahmen für landwirtschaftliche Betriebe keine echte Entlastung, wie er der Deutschen Presse-Agentur (dpa) sagte: „Das würde den Bauern nicht wirklich helfen.“ Er gibt zu bedenken, dass Landwirte in der Regel Hochlagerstätten haben und mehrere tausend Liter auf einmal kaufen. Rukwied plädiert dafür, dass stattdessen die CO₂-Steuerausgesetzt werden solle. Dies würde laut dem Bauernpräsidenten rund 17 Cent pro Liter ausmachen. „Das brauchen nicht nur wir in der Landwirtschaft. Das bräuchten auch das Transportgewerbe und andere Wirtschaftsbereiche“, zitiert ihn das landwirtschaftliche Informationszentrum Proplanta aus dem dpa-Interview.
Landwirte brauchen Sprit für baldige Feldarbeit
Wie Rukwied weiter erklärte, beobachteten die Landwirte den Markt und kauften im Moment nur kleinere Mengen zu. Angesichts der anstehenden Bestellung der Felder und der Futterernte sieht er allerdings Handlungsbedarf. „Da brauchen wir einfach Diesel, sonst können wir unsere Arbeit nicht machen.“ Dies treibe bei jedem Landwirt und jeder Landwirtin gerade wirklich Sorgen in die Höhe, betont der Präsident gegenüber der dpa.
