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Die Anzahl der von der Geflügelkrankheit Newcastle-Disease betroffenen Betriebe hat sich in Brandenburg erhöht.

  • Von Newcastle-Disease betroffene Landkreise
  • Verschieden große Geflügelbetriebe
  • Biosicherheit

Ende Februar trat das für Geflügel gefährliche Virus Newcastle-Disease nach 30 Jahren zum ersten Mal wieder auf. Betroffen waren Betriebe in Brandenburg und Bayern. Wie das Landwirtschaftsministerium Brandenburg mitteilte, wurden jetzt neue Fälle registriert. Die Behörden stellten die Ausbrüche in den Landkreisen Dahme-Spreewald und Oder-Spree fest. Somit gibt es nun insgesamt 14 Ausbrüche in Brandenburg (Stand: 26. März 2026). 

Geflügel in mehreren Betrieben erkrankt

Im Landkreis Oder-Spree waren laut Ministerium klinische Auffälligkeiten und erhöhte Verluste in einem Masthähnchenbetrieb mit etwa 70.000 Tieren aufgetreten. Nach der Sperrung der Bestände durch das Veterinäramt hat das Landeslabor Berlin-Brandenburg in den entnommenen Proben das Virus nachgewiesen. Der abschließende Befund des Friedrich-Loeffler-Instituts bestätigte den Ausbruch der Newcastle-Krankheit. Bei zwei Kleinsthaltern im Landkreis Dahme-Spreewald wurde der Ausbruch der Newcastle-Krankheit ebenfalls amtlich festgestellt. Zudem wurde bei einem bereits betroffenen Betrieb im Landkreis Dahme-Spreewald in sechs weiteren Stallanlagen mit jeweils etwa 40.000 Tieren ebenfalls die Newcastle-Krankheit festgestellt.

Biosicherheit überprüfen und nachbessern

Das Landwirtschaftsministerium weist erneut darauf hin, dass in Geflügelhaltungen bestehende Biosicherheitsmaßnahmen kritisch überprüft und möglichst optimiert werden sollen. Ziel sei es, das Risiko eines Eintrags oder einer Weiterverbreitung des Virus zu minimieren. Besondere Aufmerksamkeit sollte dabei der Kontrolle von Personenkontakten sowie dem Austausch von Gegenständen zwischen verschiedenen Geflügelhaltungen gelten.

Für Menschen ist das Virus ungefährlich. Bei sehr engem Kontakt mit erkrankten Tieren kann es zu Bindehautentzündungen kommen.